Pressemitteilung vom 09.07.2009 -Aktuelles-

Fachtagung vom 16.Juni 2009
Zukunft des Älterwerdens
Wie sich "die Zukunft der Älterwerdens" in Frankfurt am Main in den Bereichen Pflege und Wohnen entwickeln wird, dieser Frage widmete sich die gleichnamige Tagung im Frankfurter Römer. Frankfurt erwarte in den nächsten 15 Jahren ein gemächlicher demografischer Wandel. Doch im Bereich professionelle Pflege müsse sich das gesamte Gemeinwesen darüber Gedanken machen, wie dieser wichtige Berufstand zukünftig noch viel besser zu stellen ist. Wichtige Antworten entnehmen Sie der Pressemappe, die eine Zusammenfassung und die Reden der sechs Vortragenden enthält.

Sechs Vortragende bearbeiten paritätisch die beiden Themen:
- Prof. Dr. Daniela Birkenfeld - Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt a.M.
- Dr. Christa Larsen - IWAK - Frankfurt a.M.
- Heinz Rauber - Henry und Emma Budge-Stiftung - Frankfurt a.M.
- Matthias Wirtz - Wohnungswirtschaft - InWis Bochum
- Sibylle Becht - Beratungsstelle Neues Wohnen Rhein-Main
- Dieter von Lüpke - Stadtplanung - Frankfurt a.M.

Veranstalter der Tagung:
- Stadt Frankfurt am Main - Sozialdezernat
- Hessischer Landeszentrale für politische Bildung
- Netzwerk: Frankfurter Forum für Altenpflege

In der Pressemappe liegen die Vorträge in journalistisch aufbereiteter Form vor. Ferner finden Sie die Original-Vortragsunterlagen in weiteren PDF-Dateien zur vertiefenden Fach-Information.


Referat 01    -Dr. Christa Larsen
Fachkraftmangel
Im Rhein-Main-Gebiet besteht ein aktueller Pflegefachkraftmangel. Es wird keinen sprunghaften Anstieg der Altersgruppe über 65 geben. Die Kurve steigt überraschend langsam an. Der aktuelle Pflegekräftemangel im Rhein-Main-Gebiet wird in Zukunft nur dann kein Thema mehr sein, wenn neue Arbeitsstrukturen in der Pflege eingeführt werden.


Referat 02    -Matthias Wirtz
Megatrends im Wohnen:
Wohnen wird anspruchsvoll und differenziert sich weiter aus: Wohnen wird grün, barrierefrei, bunt, variabel, gesund und am Wohlfühlen orientiert. Auch der Wohnungsmarkt in Rhein-Main muss stärker auf die Präferenzen unterschiedlicher Zielgruppen eingehen. Andere Branchen sind da weiter. Die Frage nach Quantitäten des Wohnungsbaus nach dem Krieg ist demAnspruch nach Qualität und hohem Wohnanspruch gewichen. Auf diesen Trend, der sowohl jüngeren nachrückenden, aber immer mehr auch die heutige 50-plus-Generation betrifft, sollten Wohnungsanbieter reagieren.

Referat 03    -Sibylle Becht
NeuesWohnen
Der Wohnungsmarkt ist für die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen, die sowohl das generationenübergreifende als auch das homogene Zusammenleben Älterer betreffen, noch nicht genügend ausgestattet. Investoren, Behörden der Kommunen und des Bundeslandes sowie Banken müssen an einem Strang ziehen, um neue Wohnformen zu ermöglichen. Traditionelle Wohnungsbaugesellschaften gehen in Frankfurt noch nicht ausreichend auf die Nachfrage solcher Wohnformen ein.

Referat 04    -D. v. Lüpke
Stadtplanung
Leiter der Stadtplanung der Stadt Frankfurt am Main und Politikberater, hielt ein engagiertes Plädoyer für den Generationen-Mix in allen Stadtvierteln. Kernthesen: Die Stadtplanung habe nicht vor, besondere Wohnprogramme für Ältere zu entwickeln. Ältere Menschen seien Spezialisten und Experten für die Qualitäten und auch Defizite des Nahbereichs. Seniorenimmobilien wie Pflegeheime seien zwar wichtig, hätten aber in der Bevölkerung an Kraft verloren, dafür habe das private Wohnen – auch im Falle der Pflegebedürftigkeit – an Attraktivität gewonnen.