Pressemitteilung vom 26.05.2014-Aktuelles-



Eine Pflegeversicherungsreform steht ins Haus
Als die Stadtverordneten Frankfurts im Jahr 2000 das „Frankfurter Programm Würde im Alter“ beschlossen, um demenziell erkrankte Menschen zu Hause und in den Heimen besser zu versorgen, zeigte sich die kommunale Verantwortung um die Betreuungsqualität, die zur Pflege zwingend dazu gehört.  Sechs Jahre zuvor, als die Pflegeversicherung 1994 eingeführt wurde, war diese Betreuungsleistung fast ganz aus dem Budget gestrichen worden. Heute plant die Bundesregierung, dieses Defizit zu kompensieren. Doch wie sie das machen will, wird an der Pflegebasis und in zivilgesellschaftlichen Gruppen kontrovers diskutiert und von Aktionen im öffentlichen Raum begleitet. Dazu gehören etwa der Pflegetreff in Neuss oder auch die bundesweite Aktion „Pflege liegt am Boden“. Und in Frankfurt ging das Frankfurter Forum für Altenpflege 2013 in die Paulskirche, um am Ort der deutschen Demokratie zu erklären, was schief läuft.



 
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01. „Ohne mehr Personal wird es keine bessere Pflege geben“

Am 13. Mai 2014 kam Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in den Neusser Pflegetreff, um auf  Stellungsnahmen von Bürgern und Berufstätigen aus der  Pflege zu antworten. Auch die Frankfurter FFA-Projektgruppe „Die Würde des Alters ist antastbar“ war darunter, die die Stadt Frankfurt am Main motivierte, im Jahr 2001 das Frankfurter Programm Würde im Alter für Demenz einzuführen. Um die verheerenden Defizite des aktuellen Pflegesystems ging es auch in Neuss. Das  dortige - von Bürgern getragene - Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk leitet Werner Schell, der als rühriger Streiter für die Pflege Bundesgesundheitsminister Gröhe eingeladen hatte unter dem Motto: PFLEGENOTSTAND AUFLÖSEN. Ein umfänglicher Forderungskatalog wurde mitgeliefert.
  >> Den vollständigen Text finden Sie in der PDF-Datei 1a
  >> siehe auch "Forderungskatalog"  PDF-Datei 1b
 

 




 
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02. Pflege am Boden – Flashmob in Frankfurt

Roger Konrad und Luise Nitzsche – beide derzeit in Altenpflegeausbildung – organisieren seit Ende 2013 die Flashmob-Aktionen in Frankfurt jeden zweiten Samstag im Monat. Der 34-jährige Roger Konrad erklärt im folgenden Interview, wie Flashmobs in Frankfurt und bundesweit wirken, was sie vertreten und schon erreicht haben.
 >> Den vollständigen Text finden Sie in der PDF-Datei 2
 
 
 
 

 

 
 
 
 
 
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03. Was unterscheidet den freien vom natürlichen Willen?

Antworten auf diese Frage gaben der Frankfurter Betreuungsrichter Axel Bauer und Gisela Bockenheimer, Ärztin und Medizinethikerin, am 21. März 2014 im Altenpflegeheim Anlagenring.  Eingeladen hatte das Frankfurter Ethiknetzwerk in der Altenpflege im Rahmen des Frankfurter Programms Würde im Alter. Vielen Menschen ist diese Unterscheidung des Willens gar nicht geläufig, obwohl diese weitereichende Folgen für ihr eigenes Leben haben kann. Um es vorwegzunehmen:  Über einen freien Willen verfügt eine Person, wenn sie volljährig und bei klarem Verstand ist. Nur dann kann sie – nach derzeitiger Rechtslage - eine gültige Patientenverfügung verfassen, die „Willensausdruck eines entscheidungsfähigen Menschen ist“, so Gisela Bockenheimer.  Von einem natürlichen Willen spricht man juristisch, wenn eine Person einen Willen in Worten oder auch in körperlichem Abwehrausdruck äußert, aber nicht mehr voll über ihre kognitiven Fähigkeiten verfügt.
>> Den vollständigen Text finden Sie in der PDF-Datei 3