Pressemitteilung vom 03.11.2015-Aktuelles-

Selbstbestimmung und Menschenwürde
gemäß Artikel 1 der Verfassung Deutschlands

Unsere Themen heute:
01 |   „Was Würde hat, ist nicht austauschbar, ist unverfügbar und ohne Gegenrechnung“
02 |   Freiheitsrechte und Selbstbestimmung sind für Menschen in Pflegeheimen von hoher Bedeutung
 



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  151102 pm 01 knaup hoffmann s(Foto: Beate Glinski-Krause) Dr. Marcus Knaup (links) und Prof. Thomas Sören Hoffmann - beide Fernuniversität Hagen – werfen einen kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart des Begriffs der menschlichen Würde."

01. „Was Würde hat, ist nicht austauschbar, ist unverfügbar und ohne Gegenrechnung“

„Was heißt: In Würde sterben?“ Wider die Normalität des Tötens.
Anlässlich der Gesetzgebung zum Hospiz- und Palliativgesetz, Abstimmung am 6.11.2015 in Berlin, legt das Frankfurter Forum für Altenpflege ein Interview vor, das sich mit der Tradition des Würdebegriffs und seiner Bedeutung für Sterben und Tod auseinandersetzt.
 Das Gespräch bezieht sich auf den 2015 erschienen Sammelband „Was heißt: In Würde sterben?“. Die Ethikerin Susanne Kummer, eine der 13 Autoren des Buches, sieht im fortgeschrittenen demografischen Wandel und in den sozialstaatlichen Sicherungssystemen Bedingungen dafür, Sterben und Tod unter Kontrolle bringen zu wollen, sie unter ökonomischen Kriterien zu betrachten und zu bewerten. Gegen diese Kontrolle wenden sich hierzulande geschlossen die Lehrstuhlinhaber der Palliativmedizin, auch aus der Befürchtung, das ärztliche Ethos des Heilens, das sich seit mehr als 2000 Jahren im hippokratischen Eid ausdrückt,  werde so untergraben.  Darüber hinaus ist eine würdevolle Pflege ohne ausreichendes Personal in Kliniken und Heimen nicht gesichert.  Im folgenden Beitrag entfalten die Herausgeber des Buches, Prof. Thomas Sören Hoffmann und Dr. Marcus Knaup – beide Fernuniversität in Hagen - aus philosophischer Sicht den Würdebegriff mit Blick auf Sterben und Tod.


  >> Den vollständigen Text finden Sie in der PDF-Datei 1





 
151102 pm 02 andreas reif s(Foto: Beate Glinski-Krause) Vordergrund: Prof. Andreas Reif, Leiter der Klinik für Psychiatrie der Frankfurter Goethe Universität, im Gespräch mit PHK Stefanie Corporan Romero, Polizeipräsidium Frankfurt
02.  Freiheitsrechte und Selbstbestimmung sind für Menschen in Pflegeheimen von hoher Bedeutung

Ein Problem ist, dass weder Polizei noch Ärzte noch die Stadtgesellschaft zureichend darüber informiert sind, dass das neue Hessische Betreuungs- und Pflegerecht (HGBP) Menschen mit einer Demenz diese weitgehende Selbstständigkeit zubilligt. Dadurch sind Pflegeheime keinesfalls aus ihrer Obhutspflicht entlassen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass etwa aushäusige Heimbewohner, die sich verirrt haben,  von der Polizei gesucht werden.
„Was allen Bürgern an Grundrechten offen steht, gilt auch für Heimbewohner“, sagte Gabriele Fremdt, Teamleitern der Hessischen Betreuungs- und Pflegeaufsicht in Frankfurt während der Sitzung.


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