ob feldmannOberbürgermeister Peter Feldmann

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die Anliegen älterer Menschen sind mir persönlich sehr wichtig. Als Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main werde ich mich dafür einsetzen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger auch mit zunehmendem Alter am Leben in der Gemeinschaft teilhaben und ihren Lebensabend selbstbestimmt verbringen können.

Bereits seit 1993 engagiert sich die Stadt Frankfurt mit ihren Partnern aus den Frankfurter Altenpflegeeinrichtungen in dem gemeinsamen Netzwerk FRANKFURTER FORUM FÜR ALTENPFLEGE, um den Seniorinnen und Senioren im Bedarfsfall ein Leben im Altenpflegeheim in größtmöglicher Geborgenheit zu ermöglichen.

Zusammenarbeit des FFA mit anderen Organisationen
Eine wichtige Aufgabe des Forums besteht darin, in Projektgruppen neue, bewohnerorientierte Strukturen der Altenhilfe zu entwickeln und dabei selbstkritische Blicke auf Institutionsabläufe zu werfen. Das Forum unterhält zu diesem Zwecke enge Beziehungen zu all jenen Organisationen und Menschen, die mit Altenhilfe und -pflege – besonders im kommunalen Bereich - zu tun haben, wie beispielsweise:


  • Abteilung Heimgesetz im Hessischen Landesamt für Versorgung und Soziales
  • Altenpflegeschulen
  • Beratung im Jugend- und Sozialamt, im Rathaus für Senioren, im Pflegestützpunkt
  • Beratung der Seniorenrathäuser und in Beratungs- u. Vermittlungsstellen in den Stadtteilen
  • Betreuungsstelle, Betreuungsvereine, Betreuungsgericht (vormals Vormundschaftsgericht)
  • Bürgerinstitut Frankfurt
  • Geriatrische Kliniken und Abteilungen
  • Gesetzliche und private Pflegekassen
  • Gesundheitsbehörde Frankfurt
  • Medizinischer Dienst der gesetzlichen Krankenversicherungen (MDK)
  • Politische Gremien: Stadt, Land und Bund
  • Seniorenorganisationen
  • Seniorenzeitschrift Frankfurt
  • Stadt Frankfurt am Main
  • Träger der Altenpflegeheime in Frankfurt am Main

 

Arbeitsweise des FFA

Ausbau kommunaler Netzwerkarbeit
Das FFA ist ein strukturiertes Netzwerk, dessen organisatorische Grundlage eine Konzeption für Öffentlichkeitsarbeit bildet gemäß des Grundsatzes:
„Nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten“.  

Politik beständig wirksam machen
Ziele gemeinsam in Gesprächen mit Bürgerschaft, Politik, Behörden, Medien entwickeln und diese im demografischen Wandel bewusst machen und erreichen. Politik ereignet sich zwischen den Menschen.
 

Ziele des FFA

Pflege und Betreuung praxisorientiert ausbauen
Das Forum engagiert sich nachhaltig dafür, dass ältere Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Orientierungsstörungen in Frankfurt gut betreut werden. Dank zusätzlicher kommunaler Leistungen konnte das Betreuungssystem bis in die Bürgerschaft hinein ausgeweitet werden. Die Pflege- und Betreuungsqualität in Heimen liegt in der Verantwortung der Menschen, die für die Heimbewohnerinnen und –bewohner hauptamtlich Sorge tragen.

Kultur, Leben und Wohnen in Pflegeheimen
Ziel der Heimleitenden des FFA ist, dass sich die Einrichtungen zu Treffpunkten von Kultur, Leben und Wohnen im Quartier entwickeln.  

Rahmenbedingungen für Pflegekräfte verbessern
Altenpflegeheime können ohne Pflegekräfte nicht bestehen. Daher müssen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Pflegekräften in der Stadt verbessert werden, sowohl auf der kommunalpolitischen Ebene als auch auf der praktischen Ebene der Pflegeanbieter. Das FFA setzt sich dafür ein.

Das Erfahrungswissen von Pflege- und Betreuung würdigen
Das Erfahrungswissen der Altenpflegefachleute hat sich für das Erreichen der seither erreichten Ziele besonders bewährt. Dieses Wissen gilt es zu würdigen und in seiner Bedeutung bewusst zu machen.

Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen
Die meisten Einrichtungen des Forums pflegen Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen. Das FFA fördert diese Kooperation, um Schülerinnen und Schüler für Altenpflege zu sensibilisieren.    

Klima-Pflege bewirkt Pflege-Klima
Die Heime im FFA arbeiten seit 1996 mit dem Energiereferat der Stadt Frankfurt zusammen. Viele Heimträger bauten daraufhin Blockheizkraftwerke ein, die den höchsten Wirkungsgrad – nämlich 80 Prozent – in der Ausnutzung von Energie und Wärme erzielen. Das FFA steht zu Klimaschutzzielen.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

dem „Frankfurter Programm Würde im Alter“, das die Stadtverordnetenversammlung im Jahre 2000 zunächst als Sofortprogramm beschlossen hatte, verdankt die stationäre Altenpflege in Frankfurt zusätzliche Betreuungsangebote und mehr Personal. Dass dies geschah, geht auf die Initiative der Leiterinnen und Leiter in den Frankfurter Altenpflegeheimen zurück, die im Frankfurter Forum für Altenpflege (FFA) in einem Netzwerk zusammenarbeiten. Sie überzeugten die Kommunalpolitik in den 90er Jahren, mehr für die psychosoziale Betreuung von pflegebedürftigen Frankfurterinnen und Frankfurtern zu tun. Das Programm und seine Finanzierung traten 2001 in Kraft.

Nachhaltige Umsetzung
Ziel dieses Programms für Heime war und ist es, dass das Heimpersonal altersbedingte Schwierigkeiten lebensgeschichtlich sowie gesundheitlich besonders belasteter Personen erkennt und dafür sorgt, dass diese Probleme gemildert oder überwunden werden. Damit nehmen Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Angehörige und ehrenamtlich Tätige verstärkt am gemeinschaftlichen Leben in den Einrichtungen teil. Wichtig ist, die im Heim Tätigen für die Bedürfnisse der dort lebenden Menschen zu sensibilisieren. Das Programm trägt mit den einrichtungsübergreifenden Projekten:
-     Ethikberatung,
-     Privatheit im Altenpflegeheim,
-     Angehörigenarbeit und Arbeit mit ehrenamtlich tätigen Menschen sowie
-     Sterbebegleitung
dazu bei, die Würde der in Heimen lebenden Menschen bewusster zu achten.  

„Würde im Alter mit Heimvorteil“
Diesen Titel trägt die Altenpflegeheimbroschüre von 2010, in der sich die Heime im FFA mit ihren individuellen Angebotsprofilen darstellen.  Diese Profile befinden sich auch auf dieser Homepage und sind in der Rubrik Pflegeheime dargestellt.

Tradition der selbstbestimmten Zusammenarbeit der Leitenden von Pflegeheimen
1995 kam die erste Heim-Broschüre des FFA heraus, die die Häuser anhand der Lage in den Stadtteilen präsentierte. Seitdem hat sich in den Altenpflegeheimen viel verändert. Die langen Flure und der krankenhausähnliche Charakter werden allmählich von einer Architektur abgelöst, die das Bedürfnis der Bewohner nach einer häuslichen, wohnlichen Atmosphäre ernst nimmt und umsetzt.

Kommunikative Wohnformen
Heute geht die Tendenz hin zu kommunikativen Wohnformen: Zimmer gruppieren sich um großzügig angelegte Gemeinschaftsräume, in denen betreuendes Personal den Bewohnern hilft, den Tag strukturiert zu leben. Auf eine offene, herzliche und respektvolle Aufnahme sind besonders die Personen angewiesen, die ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht mehr artikulieren können. Trotz dieser Einschränkung gilt auch hier der Grundsatz der Subsidiarität: Hilfe so viel wie nötig, Selbstbestimmung so viel wie möglich.

Frankfurt widmet sich mit Rat und Tat dem demografischen Wandel
Der amerikanische Mediziner und Neurologe Peter J. Whitehouse formulierte den Gedanken, dass erst der würdevolle Umgang mit unseren alten Menschen ein Garant ist für das gelungene Zusammenleben aller Generationen. Eine Aufgabe, der sich heute in Frankfurt schon viele ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger auf unspektakuläre Weise widmen. Auch Unternehmen bringen sich ein.

Dem Artikel 1 Grundgesetz auf kommunaler Ebene Rechnung tragen
Die Leiterinnen und Leiter der Altenpflegeheime haben sich in den 90er Jahren gemeinsam für eine bessere psychosoziale Betreuung öffentlich eingesetzt, um dem Artikel 1 der Verfassung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ mehr Geltung zu verschaffen. Sie treffen sich regelmäßig zu offenen Gesprächen und engagieren sich auf kommunaler Ebene für die in den Heimen lebenden und arbeitenden Menschen. Denn Heimbewohner werden nicht nur gepflegt und versorgt, vielmehr sind Heime Orte des privaten Lebens.

 

Das Frankfurter Forum für Altenpflege (FFA-Netzwerk) besteht seit Januar 1993 und ist ein Kommunikationsverbund, der von den >>Leitenden der Altenpflegeheime<< Frankfurts initiiert wurde. Es ist in seiner Art das älteste trägerübergreifende Netzwerk der stationären Altenpflege in der Bundesrepublik Deutschland.
 

Interne Kommunikation
Das FFA-Netzwerkbüro leistet seit 1994 zum einen interne Kommunikation, sodass die Heime ständig miteinander Kontakt haben und die Heimleitenden regelmäßig im Austausch stehen. Zum anderen wird die Öffentlichkeit informiert, um basisorientiert aus dem FFA-Netzwerk über die Entwicklung der stationären Altenpflege zu berichten. Diesem gemeinsamen Handeln liegt eine PR-Netzwerk-Konzeption zugrunde, die sich seit dem Bestehen des FFA den wechselnden Anforderungen anpasst.

Die Heimleiterinnen und –leiter des FFA arbeiten partnerschaftlich miteinander und fühlen sich folgenden Werten verbunden:

  • Selbstbestimmung
  • Selbstverantwortung
  • Selbstorganisation
  • Selbsthilfe
  • Netzwerkarbeit im Sinne flacher Hierarchien

 
Die stationäre Dienstleistung Altenpflege wird nicht nur aus der Perspektive betriebswirtschaftlichen Handelns heraus gesehen. Diese Dienstleistung erfordert ebenso verantwortliches und gemeinwohlorientiertes Handeln aller Pflegemitarbeiter einer Kommune für alte Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf.



Externe Kommunikation
Da das Forum eine lockere Organisationsform hat, kann es rasch und unbürokratisch auf die Anforderungen seiner Umwelt reagieren.  Es kooperiert z. B. parteiübergreifend mit den Mitgliedern des kommunalen Sozialausschusses und bezieht diese in seine Kommunikation mit ein, um im Sinne der Betroffenen, der Mitarbeiter und ihrem Umfeld gezielt Projekte anzustoßen. Darüber hinaus stellt das Forum folgende Informationsmedien zur Verfügung:

  • Heimbroschüre
  • Beschreibungen und Ergebnisse des Frankfurter Programms Würde im Alter
  • Pressemitteilungen
  • Pressedienste und Pressemappen
  • Kampagnen
  • Homepage
  • Newsletter via Internet


Ferner organisiert das FFA Tagungen, Feste und Messestände.