Der Sozialhilfeträger spielt eine wichtige Rolle im Altenhilfesystem

Das ursprüngliche Ziel des Pflegeversicherungsgesetzes 1995 war noch, Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflegeheimen von der Sozialhilfe unabhängig zu machen. Doch dieses Ziel konnte nur bedingt erreicht werden. Der Sozialhilfeträger erbringt weiterhin einen erheblichen Anteil zur Deckung der Kosten eines Heimaufenthaltes.

Die Kommunen – als Träger der Sozialhilfe – leisten in vielen Fällen sogar einen höheren Beitrag als die pauschalen Leistungen der Pflegeversicherung. Zuständiger Sozialhilfeträger ist jeweils die Kommune des letzten Wohnortes vor Heimaufnahme. Dies bedeutet auch, dass die Stadt Frankfurt am Main weiterhin für ihre Bürger zuständig bleibt, auch wenn diese zum Beispiel in ein Heim in Hamburg oder in eine andere Gegend außerhalb Frankfurts umziehen.

Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main muss bei einem Antrag auf ergänzende Leistungen der Sozialhilfe das vorrangig zur Deckung der Heimkosten einzusetzende eigene Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen sowie die Ansprüche gegenüber der Pflegekasse prüfen.
Vor der stationären Pflege ist daher die frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Sozialhilfeträger besonders wichtig, damit bereits vor Heimaufnahme eine Kostenklärung erfolgen kann. Hierzu stehen besonders geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamtes im Rathaus für Senioren zur Verfügung.  

Was leistet der Sozialhilfeträger?
Kann ein Heimbewohner nicht die gesamten Heimkosten aufbringen, weil dafür die Einkünfte nicht reichen, füllt der Sozialhilfeträger diese Lücke. Hat ein Heimbewohner Kinder, wird die Behörde prüfen, ob diese für einen Teil der Kosten aufzukommen haben (Elternunterhalt). Im Rathaus für Senioren berät das Team Zentrale Heimplatzvermittlung / Soziale Hilfen für Heimbewohner. Das Jugend- und Sozialamt Frankfurt berät in seiner Zentralen Koordinierungsstelle Stationäre Pflege über Fragen zum Thema Pflegeheimplätze, Finanzierung und nennt die einzureichenden Unterlagen.

Rathaus für Senioren
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Telefon 069 / 212 49 911



Wer berät bei der Heimplatzsuche?
Das Beratungsangebot ist vielfältig. Es reicht von den Heimen selbst bis zur Zentralen Heimplatzvermittlung / Soziale Hilfen für Heimbewohner.

Rathaus für Senioren
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 212- 49 922


Die dortigen Mitarbeiter beraten neutral und kümmern sich darum, dass bei der Heimplatzsuche die Wünsche der künftigen Heimbewohnerinnen und –bewohner möglichst alle berücksichtigt werden, wie etwa das Einzelzimmer mit Balkon in einem Heim, das im vertrauten Stadtteil liegt. Wichtig ist, sich rechtzeitig für den Fall der Pflegebedürftigkeit zu sichern und zwar mittels einer gültigen Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung. Diese Dokumente bestimmen auch darüber, wer für den Vollmachtgeber entscheidet, wenn er dies selbst nicht mehr kann, weil etwa eine Demenz vorliegt. Auch in diesen Fragen hilft das Team Zentrale Heimplatzvermittlung / Soziale Hilfen für Heimbewohner weiter.

Mit der Pflegeversicherungsreform von 2008 haben Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, das Recht, von einem Pflegeberater beraten zu werden. Pflegeberater arbeiten in sogenannten Pflegestützpunkten. Der Pflegestützpunkt in Frankfurt am Main ist ebenso im Rathaus für Senioren ansässig.

Pflegestützpunkt Frankfurt am Main
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Telefon: 0800 / 58 93 65 9

Auch nach Heimaufnahme stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, die sich mit den individuellen Leistungsansprüchen und den Gegebenheiten der einzelnen Heimeinrichtungen gut auskennen und beratend beistehen..

Kontakt zu den neun dezentralen Beratungsabteilungen der Sozialrathäuser:in den Statteilen:

    Telefon
Sozialrathaus Gallus 069 / 212 – 38 18 9
Sozialrathaus Bockenheim 069 / 212 – 74 30 4
Sozialrathaus Bornheim 069 / 212 – 30 54 7
Sozialrathaus Sachsenhausen 069 / 212 – 33 81 1
Sozialrathaus Höchst 069 / 212 – 45 52 7
Sozialrathaus Nordweststadt 069 / 212 – 32 27 4
Sozialrathaus Bergen-Enkheim 069 / 212 – 41 21 1 / 212 – 46 42 7
Sozialrathaus Am Bügel 069 / 212 – 38 03 3
Sozialrathaus Dornbusch 069 / 212 – 70 73 5 


In der Rubrk link internAdressen „Behörden und Ämter“,
finden Sie die Anschriften der Sozialrathäuser.