Pressemitteilung vom 24.05.2018-Aktuelles-


Unser Thema heute:


 
180524 pm 01 Dr. Carola Seifart Boris Knopf sDr. med. Carola Seifart, Ärztin und Medizinethikerin Marburg, und Boris Knopf, Teamleiter Palliativteam Frankfurt.
01.  Würdevolles Sterben ist ein kümmerndes Gespräch
Wie wir nach der Geburt behütet umsorgt werden, um gut ins Leben zu finden, so gilt das auch für unser Lebensende. Wie das gehen kann, dazu lud das Netzwerk Ethik in der Altenpflege - Frankfurt - zu einer Tagung ein. Sie fand im Mai 2018 im Franziska-Schervier-Seniorenzentrum statt. Unter dem Titel "Gutes Sterben im Pflegeheim" fanden sich rund 80 Personen ein. Grundsätzlich ging es darum, nicht nur die Autonomie des Sterbenden zu beachten, sondern auch die ihm nahe stehenden Menschen einzubeziehen.
Carola Seifart führte in die medizinethische Geschichte ein und Boris Knopf erklärte, dass Palliativteams sowohl im ambulanten und im stationären Bereich für die Patienten im Einsatz sind.
 
180524 pm 01 Bernd Trost Günther Schlott sLinks: Bernd Tost, Leiter Franziska-Schervier-Seniorenzentrum, und Günther Schlott, Leiter Altenpflegeheim An den Platanen
 
 
Patientenverfügungen sollten in Abständen lebenslang überprüft werden.
Dr. Carola Seifart bezog sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Jahr 2016. Es besagt, dass Patientenverfügungen hinreichend konkret und ausformuliert sein müssten. Keine lebensverlängernden, Maßnahmen ohne weitere Konkretisierung zu wünschen, reiche z. B. nicht mehr aus. Das bedeutet, wir müssen uns damit differenziert beschäftigen und darüber nachdenken, was wir am Lebensende wollen. Patientenverfügungen müssten in Abständen lebenslang überprüft werden, machte Seifart klar.

Ist es sinnvoll, in einem Pflegeheim "Gesundheitliche Vorsorgeplanung“ anzubieten?
Diese Frage stellte sich Günther Schlott, der das "Altenpflegeheim An den Platanen" der Mission Leben in Neu-Isenburg leitet. "Es geht doch beim Sterben um einen Vorgang in der Zukunft. Man plant für eine Situation, von der man nicht weiß, wann und wie sie eintritt", so seine erste Annahme. Dennoch kam er zur Überzeugung, für die im Haus lebenden Menschen Palliative Pflege und Gesundheitliche Vorsorgeplanung einzuführen.



 >> Den vollständigen Text finden Sie in der PDF-Datei 01