„Stadtteilprojekt ambulante Altenhilfe“

Seminar für Angehörige von an Demenz Erkrankten
Demenzerkrankungen – wie z.B. Alzheimer - stellen eines der größten Gesundheitsprobleme im Alter dar. In der Altersstufe der 60 - 64jährigen liegt die Häufigkeit, an Demenz zu erkranken, bei unter einem Prozent. Sie verdoppelt sich von da an alle fünf Lebensaltersjahre, bis sie etwa 50 Prozent bei den über 95-Jährigen erreicht.
Nach Auskunft des Bundespresseamtes (1993) lebten rund vier Fünftel aller an Demenz Erkrankten hierzulande in Familien oder in ihrem eigenen Zuhause. Das ist erstaunlich, vor allem wenn man sich die kaum vorstellbaren Schwierigkeiten vor Augen führt, die im Zusammenleben mit einem demenzkranken Menschen entstehen. Die Familie stellt also das wichtigste stützende soziale System für diesen Personenkreis dar. Die Belastung pflegender Familienangehöriger ist extrem hoch. Der mittlere Zeitbedarf für die Pflege liegt bei 6 bis12 Stunden täglich, wobei etwa die Hälfte der Pflegeleistungen in der Nacht erbracht wird.

In Frankfurt können sich pflegende Angehörige regelmäßig in Beratungsgruppen treffen, um ihre Lebenssituation zu thematisieren, aber auch um sich gegenseitig Entlastung und Unterstützung zu geben. Der bewusste Umgang mit den Problemen dieses Betreuungsprozesses kann persönliches Wachstum bei den pflegenden Angehörigen auslösen. Die eigene Notlage darstellen zu können, dabei auf das echte Verständnis anderer, gleichartig Betroffener zu stoßen, kann eine wirksame Entlastung bewirken. Die Erfahrung zeigt, dass sich oft außerhalb der Gruppentreffen ein „zweites soziales Netz“ bildet.

 

Alzheimer Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.
bietet Beratung und Seminare zur Demenzerkrankung

Die Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. (AGFFM) wurde 1996 in Frankfurt am Main gegründet. Ihr wichtigstes Ziel ist die Verbesserung der Versorgungs- und Lebenssituation der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen.

In der von der AGFFM gebotenen individuellen Beratung werden persönliche Sachverhalte und Konstellationen besprochen und Perspektiven entwickelt; vielfältige Informationen zur Krankheit und ihrem Verlauf werden gegeben und auf Entlastungsangebote hingewiesen.

hat – unter Mitwirkung der AGFFM - gemeinsam mit der pharmazeutischen Industrie eine Seminarreihe für Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung entwickelt. Diese Seminarreihe „Hilfe beim Helfen“ wird von der AGFFM in modifizierter Form mit 11 Terminen angeboten. Während der Seminartermine bilden Schulung und der Erfahrungsaustausch abwechselnd den Schwerpunkt. Eine systematische, zeitlich begrenzte Schulung soll zu einer Besserung der Versorgung der Menschen mit Demenz führen und zu einer Entlastung der Angehörigen beitragen.

Nach dem curricularen Programm kann der Gruppenprozess in einer im Wesentlichen selbst organisierten Selbsthilfegruppe weitergeführt werden. Diese Selbsthilfegruppen sind offen, d.h., die Teilnehmer können zu jedem Zeitpunkt hinzukommen bzw. ausscheiden und es wird kein Endpunkt festgesetzt.


Ansprechpartnerin:  Ruth Müller, Diplom-Psychologin
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Heinrich-Hoffmann-Straße 10, 60528 Frankfurt am Main

Tel: 069 / 6301 –51 96
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deutsche Alzheimer Gesellschaft:
link externwww.deutsche-alzheimer.de

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
link externwww.psychiatrie.uni-frankfurt.de