Das sogenannte „Betreute Wohnen“ fällt nicht unter die Kategorie „stationäre Altenpflege“. Die Bewohner mieten dort ein Appartement an, wobei im Mietvertrag schon bestimmte Pauschalen für die Nutzung von Notrufanlagen, Haushaltspflege und Gemeinschaftsräumen – etwa zum gemeinsamen Essen - enthalten sein können. Die Angebote sind am Markt sehr unterschiedlich, weil der Begriff „Betreutes Wohnen“ nicht geschützt ist. Wird ein Bewohner in dieser Wohnform pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung, dann erhält er – weil er ja zu Hause lebt – Pflegekassenzuschüsse im Rahmen der ambulanten und/oder teilstationären Pflege. Ist die Anlage des „Betreuten Wohnens“ in eine mehrgliedrige Einrichtung mit Altenpflegeheim integriert, spricht man auch von „heimverbundenem Wohnen“.

Anders sind Seniorenwohnanlagen konzipiert. Es handelt sich dabei um Wohnungen, die ältere Menschen anmieten können. Ein fachlich qualifizierter Sozialdienst steht den Bewohnern bei Fragen und Problemen zur Seite. Er vermittelt bei Bedarf die notwendigen Hilfeleistungen wie z. B. ambulante und hauswirtschaftliche Hilfen. Die Betreuungspauschale (inkl. Hausnotruf) beträgt 19,50 € pro Monat. Das Wohnen in Altenwohnanlagen kann sozial gebunden sein, das heißt, die Mieter dürfen ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten. Genaue Informationen erteilten z. B. die Beratungs- und Vermittlungsstellen und die Seniorenrathäuser.  


Fast in jedem Stadtteil Frankfurts gibt es mehrgliedrige Altenpflegeeinrichtungen, die stationäre Altenpflege und „Betreuten Wohnens“ vorhalten und zum Teil auch von Altenwohnanlagen umgeben sind. Das hat für Menschen, die im Stadtteil wohnen, den Vorteil, dass sie die Infrastruktur des nahegelegenen Heims nutzen können und im Notfall dort vorübergehend betreut werden können. Die Einrichtungen der stationären Altenpflege bieten z. B. Mittagsmahlzeiten für Menschen des Quartiers an, einige verfügen über Schwimmbäder und Kegelbahnen. Auch werden Konzerte veranstaltet oder Feste gefeiert. In die Therapiezentren der Einrichtungen kommen nicht nur Heimbewohner, sondern auch andere Patienten, die dort physiotherapeutische Behandlungen bekommen. Zudem hat fast jedes Pflegeheim eine Cafeteria für Bewohner und Gäste. Hier entwickeln sich Zentren in den Stadtteilen, die für deren Menschen offene Räume für Kultur, fürs leibliche Wohl und für die Gesundheit vorhalten.