Was ändert sich mit dem neuen „Pflegestärkungsgesetz II “ ?

Seit dem 1. Januar 2017 ist im Rahmen der Pflegeversicherung das
neue „Pflegestärkungsgesetz 2“ in Kraft.  Es sieht ein völlig  anderes System der Begutachtung vor. Wurden im alten Pflegestufensystem vor allem körperliche Beeinträchtigungen gewertet, treten nun  auch geistige und seelische Beeinträchtigung gleichberechtigt dazu und die Begutachtung geht nicht von den Defiziten aus, sondern fragt danach, wie selbstständig ein Mensch ist.  Diese Sicht kommt dem Artikel 1 der Verfassung mehr entgegegen.

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über gesetzliche Neuerungen und was im Falle der Pflegebedürftigkeit, die in jedem Alter auftreten kann, zu tun ist.
 

 

Umfassende Broschüre:  über das „Pflegestärkungsgesetz 2“  ab 2017

Quelle: MDS
Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes
Bund der Krankenkassen e.V.

PDF

MDS
Medizinischer Dienst
des Spitzenverbandes
Bund der Krankenkassen e.V.

link externwww.mds-ev.de/

 

 

Wie gestaltet sich die Bewertung von sozialer Betreuung und Aktivierung neu?

Vor dem 31.12.2016  erhielten Pflegebedürftige in Pflegeheimen, in der Kurzzeitpflege und in teilstationären Pflegeeinrichtungen  zustätzliche Betreuung und Aktivierung. Dieser Personenkreis genießt auch mit Einführung des neuen Pflegestärkungsgestzes 2 diesen Vorteil und hat Bestandschutz. Es ist dafür keine Antragstellung erforderlich.

Alle Menschen, die nach dem 1.1.2017 in stationäre, teilstationäre Pflege oder Kurzzeitpflege kommen, ist eine gesonderte Antragstellung für zusätzliche Betreuung und Aktivierung erforderlich. Alle stationären Pflegeeinrichtungen sind zudem gehalten, zusätzliche Betreuung vorzuhalten, sofern sie diese zuvor nicht angeboten.

  


Tipp für Pflegeberatung im Pflegestützpunkt Frankfurt am Main
Die 2008 gesetzlich verankerten Pflegestützpunkte sind neutrale und kompetente Anlaufstellen für Menschen, die umfassende Auskunft über alle Fragen der Pflege erhalten wollen.
Diese Beratungen sind besetzt von Personal, das aus dem Bereich der Pflegekassen und den Kommunen kommt. 
Der Pflegestützpunkt in Frankfurt am Main befindet sich im Rathaus für Senioren - Jugend und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main – Hansaallee 150 -60320 Frankfurt am Main
Telefon:     +49 (0)69 212 49911
Telefax:     +49 (0)69 212 30741
E-Mail:      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
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§ 43b SGB XI Inhalt der Leistung

GKV Spitzenverband
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"Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen haben nach Maßgabe von § 84 Absatz 8 und § 85 Absatz 8 Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung, die über die nach Art und Schwere der Pflegebedürftigkeit notwendige Versorgung hinausgeht."