Pressemitteilung vom 10.06.2014-Aktuelles-

 
 
 
01. Das Frankfurter Forum für Altenpflege fordert faire Berichterstattung

Das Frankfurter Forum für Altenpflege (FFA), Verbund der Pflegeheimleitenden in Frankfurt, wehrt sich gegen einen Pressebericht der Bildzeitung vom 04. Juni 2014 mit dem Titel „Ärzte retten 82-Jährige aus dem Pflegeheim, weil sie von Maden gefressen wird“. Über diese aktuelle Berichterstattung zeigten sich die FFA-Mitglieder außerordentlich  empört.  Dem FFA gehören rund 40 Leitende unterschiedlicher Trägerschaft an, die am 05.06.2014 diese Solidaritätserklärung beschlossen hatten.  
 
Die Leitenden werfen der Zeitung vor, den Fall nicht nur schlecht recherchiert, sondern ihn skandalisierend in eine bestimmte Richtung gelenkt zu haben. Wichtige Aspekte seien ausgeblendet worden, um einen ‚Pflegeskandal‘ zu erzeugen. Die reißerische Aufmachung des Berichts und unbegründete Schuldzuweisungen diskreditierten nicht nur die stationäre Altenpflege Frankfurts, sondern auch die bundesweite, so der Sprecherkreis.  Der Bildartikel reihe sich in eine bundesweite Kampagne tendenzgeleiteter, negativer Berichterstattung über die Altenpflege ein. Derartig vorurteilsbildende Medienberichte bedienten die Sensationslust. Sie schadeten nicht nur der betroffenen Einrichtung, sondern der gesamten Altenhilfe und der Bevölkerung. Die Folge seien Verunsicherung, Angst und Misstrauen von Heimbewohnern sowie Pflegekräften. Es stehe allerdings außer Frage, dass es sich für die betreffende Bewohnerin des Pflegeheims um eine tragische Situation handele.
 
Was war passiert? Am 29. Mai 2014 musste eine Bewohnerin des Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrums, AWO Frankfurt, in eine Klinik, weil sich Maden in offenen Wunden an den Beinen gebildet hatten. Sie habe sich, so das Pflegeheim, der professionelle Wundbehandlung verweigert und ihre Wunden selbst versorgt und verbunden. Ende Mai hätten Pflegekräfte den Madenbefall festgestellt und sofort den Notarzt verständigt. Diesen habe die Bewohnerin jedoch nicht ins Zimmer gelassen, worauf der Mediziner die Polizei verständigte. Diese wiederum habe sich per Beschluss Einlass ins Zimmer verschafft und die zwangsweise Klinikeinweisung veranlasst.  Unterdessen gehe es der Bewohnerin wieder gut. Nun bestehen Vorwürfe gegen das Pflegeheim. Die Polizei habe Anzeige erstattet und ermittle wegen unterlassener Hilfeleistung von Schutzbefohlenen.
 
Nach Auskunft der Geschäftsführung lebe die Frau seit 2010 im Haus. Ihr Zimmer habe nicht nach Standard gesäubert werden können, weil sie dies abgelehnt habe. Da sie nicht unter gesetzlicher Betreuung stand, habe sie selbstbestimmt entscheiden können. Alle Vorgänge um die Bewohnerin seien stets ordnungsgemäß dokumentiert und alle zuständigen Behörden informiert worden. Das Gesundheitsamt Frankfurt und weitere Behörden bestätigten dies in den Lokalmedien am Tag nach der Skandalmeldung.  Man wollte, so die Geschäftsführung, den Vorfall juristisch aufarbeiten, um zu klären, in welchem Maße ein Pflegeheim ins Selbstbestimmungsrecht eines Bewohners eingreifen darf, wenn er nicht unter gesetzlicher Betreuung stehe. Es geht es um die Klärung, welche Spielräume ein Träger für derartige Fälle hat.
 
Wie der Sprecherkreis erklärt, liege das konkrete Problem dieses Falls zwischen Achtung der Selbstbestimmtheit und Autonomie der Heimbewohnerin einerseits  und der Vermeidung von gesundheitlichem Schaden andererseits. „Die betreffende Einrichtung hat nach den uns vorliegenden Informationen korrekt und verantwortlich gehandelt“, so das Gremium. Um fundierte Aufklärung zu leisten, laden die Mitglieder des FFA jederzeit Presse- und Medienvertreter ein, um sich „hinter die Kulissen“ schauen zu lassen.
 
 

 




 
 
 

 

 


 
 
Pressemitteilung vom 18.09.2014-Aktuelles-
"Pflegenoten können Sie in die Tonne hauen, und kein Mensch wird sie vermissen!"


 
140918 pm 01b Laumann smal
 
01. "Pflegenoten können Sie in die Tonne hauen, und kein Mensch wird sie vermissen!"

"Es soll wirklich etwas passieren in der Pflege, vor allem weniger Bürokratie", unterstrich Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU) am 6. August 2014 vor rund 80 Gästen im Haus des Caritasverbands Frankfurt. Auch Matthias Zimmer, MdB CDU, aus Frankfurt, der die Veranstaltung eröffnete, war zugegen. Nach der Rede des Bundespolitikers machten sich Heimleitende des Frankfurter Forums für Altenpflege (FFA) Luft. Sie hatten sich bereits ab 1998 erfolgreich bei der Stadt Frankfurt für Demenzbetreuung in Heimen eingesetzt, deren Finanzierung das Pflegegesetz ab 1996 ausgeschlossen hatte. Stephan Siegler, CDU, heute Stadtverordnetenvorsteher, unterstützte damals die Heimleitenden mit dieser Forderung. Und 2012 wehrten diese sich öffentlich gegen die Pflegenoten. Aber noch immer kostet die Benotung unnötig viel Arbeitszeit, die der Pflege an den Heimbewohnern verloren gehe, so das streitbare FFA-Gremium.
 
 
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02. Kulturwandel im Pflegeheim: „Unser System läuft dem hinterher“

Am 17. Juli 2014 kamen 28 Personen aus Sozialpolitik, unterschiedlichen Behörden und den Pflegeheimen Frankfurts zu einem „Runden Tisch Pflege“ im Gesundheitsamt Frankfurt zusammen. Gastgeberin Prof. Ursel Heudorf, die im Amt leitend für Hygienefragen zuständig ist, hatte diese Runde angeregt. Der Sprecherkreis der Heimleitenden im Frankfurter Forum für Altenpflege (FFA) hatte das Treffen organisiert und die Gäste eingeladen.
Grund ist: Pflegeheime unterliegen einem umfassenden Wandel. Er betrifft die Bewohnerschaft, aber auch die Häuser selbst. Eine neue Generation von Menschen mit Pflegebedarf – auch die 68-Generation - zieht ein. Auch gesetzliche Rahmenbedingungen - etwa die 2008 ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention, besser als Inklusion bekannt - erfordern ein Umdenken in Politik, Stadtverwaltung und allen zuständigen Behörden.

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Pressemitteilung vom 01.10.2014-Aktuelles-


 
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01. Frankfurter Programm Würde im Alter
– Modell für Kommunen in Deutschland

„Dass das Ziel des Frankfurter Programms– bessere Betreuung von Menschen im Pflegeheim - immer noch das Ziel des Forums ist, das steht außer Frage“, so Heinz Rauber, Leiter des Alten- und Pflegeheims Anlagenring, in seiner Rede. Die städtische Förderrichtlinie, die u. a. die Qualifikation des Projektpersonals beschreibt, verbinde die Stadt eng mit dem Frankfurter Forum für Altenpflege. Rauber äußerte, Projektleitende könnten auch als Mentoren für Betreuungskräfte (§ 87 b SGB XI) tätig werden, deren Qualifikation zu unspezifisch sei.
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02. Begrüßungsrede
– Workshop Frankfurter Programm Würde im Alter

„Was hat sich verändert? Die 68er-Generation zieht in die Heime ein.  Diese erwartet ein hohes Maß an Autonomie und Selbstbestimmung. Das stellt uns vor neue Aufgaben. Alle Bewohner haben ein im Grundgesetz verbürgtes Recht auf menschenwürdiges Leben. Unsere Aufgabe ist es, stets Wege zur Realisierung dieses Rechts zu finden“, so Doris Pogantke, Leiterin Bürgermeister Menzer Haus.
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03. Drei Statements
aus Altenpflegeheimen in Frankfurt

„Die Fördermittel der Stadt Frankfurt im Rahmen des Programms „Würde im Alter“ verwendeten wir in unserem Haus seit 2002 für die sogenannten „Wohnküche“. Ein Wandel der Bewohnerschaft erfordert nun neue Millieugestaltung und andere Betreuungskonzepte,“ so Iris Schroll, Leiterin der Alloheim Senioren-Residenz-Mainpark  in Frankfurt-Niederrad.
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in folgenden Dateien  PDF-Datei 3-1  -   PDF-Datei 3-2  -   PDF-Datei 3-3
 
 
 
 
 
 
 
  
 


 
 
Pressemitteilung vom 15.12.2014-Aktuelles-
Medikation in Pflegeheimen & Konsequenzen
 
Unsere Themen heute:
01 | Welchen Aufgaben haben sich Betreuungsrichter und Betreuer In Pflegeheimen zu stellen?
02 | Jenseits der klassischen Systeme denken – Sucht im Pflegeheimen - eine Bürgerversammlung
03 | 10 Jahre interkulturelle Vielfalt im Frankfurter Victor-Gollancz
04 | Neues Heinrich-Schleich-Haus  
 


 
141215 pm 01 Dietmar-Cuntz s

01. Welchen Aufgaben haben sich Betreuungsrichter und Betreuer In Pflegeheimen zu stellen?

Da Erkrankungen im Alter zunehmen, erhalten Pflegeheimbewohner oft eine Vielzahl von Medikamenten. Wer ist - neben den Ärzten - zuständig, Medikamente im Pflegeheim zu prüfen? Dürfen Psychopharmaka als freiheitseinschränkender Maßnahmen eingesetzt werden? Diesen Fragen geht das Interview nach und bezieht die vor 10 Jahren veröffentlichte Frankfurter Studie „Psychopharmaka in Altenpflegeheimen“ ein und deren Wirkungen auf die Praxis von Pflegeheimen in Frankfurt.
 
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141215 pm 02 Doris Mauczol s
02. „Jenseits der klassischen Systeme denken“

In Altenpflegeheimen sei Sucht ein schwierig anzugehendes Problem, äußerte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld auf einer Bürgerversammlung. Daher seien Suchterkrankungen aus der Tabuzone herauszuheben. Alkohol, Tabletten und Tabak bedingten neue Erkrankungen, die das Leben in Heimen enorm veränderten. Einen Ausweg sah Birkenfeld darin, dass im Vorfeld stationärer Pflege aufsuchende Angebote auszubauen seien, um präventiv zu wirken.
 
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in der PDF-Datei 02
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  141215 pm 03 Victor-Gollancz-Haus s
03. 10 Jahre interkulturelle Vielfalt im Frankfurter Victor-Gollancz-Haus

Frédéric Lauscher, Geschäftsführer, hob hervor, dass im Frankfurter Verband rund 1500 Personen aus 65 Ländern beschäftig sind. Dies zeige, dass sich die Mainmetropole auch in der Pflege auf andere Nationalitäten einstellen müsse. Qualität in der Pflege heiße, egal woher ein Mensch kommt, dass seine jeweils individuellen Bedürfnisse  beachtet werden.
 
 
 
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  141215 pm 04 Schleich-Haus s
04. Ein Mammutprojekt ist zu Ende gegangen

Auch Sozialdezernentin Birkenfeld zeigte sich erfreut, dass das Heinrich-Schleich-Haus nun bezogen werden kann. „Es ist ein Mammutprojekt, das wir heute hier zu Ende bringen,“ sagte sie wörtlich.  Das Vorgängerhaus sei bis 2009 als Stiftung betrieben worden, doch für seine Instandsetzung hätten 12 Mio. Euro investiert werden müssen. So habe man sich für den Neubau entschieden und der Frankfurter Verband sei als Träger eingesprungen.
 
>> Die vollständigen Texte/Statements finden Sie
in folgender Datei  PDF-Datei 04
 
 
 
 
  
 


 
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