Pressemitteilung vom 19.11.2019-Aktuelles-

Mit bekannten Liedern, Schlagern und Rhythmen in gute Stimmung kommen
 
  
Das Musik-Ensemble erzeugt Aufhorchen im FestsaalBild: Das Musik-Ensemble erzeugt Aufhorchen im Festsaal

In der Pflegeeinrichtung „Residenz Rebstockpark“ nahm am 24. August 2019 die gute Laune von Bewohnerschaft und Gästen mit jeder neuen Melodie zu. Denn ein vierköpfiges Musikensemble, das Volkslieder und Schlager der 50er und 60er Jahre spielte und sang, hatte zielgenau den Geschmack des Publikums getroffen. Und wer Lust hatte, konnte im Laufe des Nachmittags das Tanzbein schwingen. Das klappte sogar bei moderatem Tempo mit Rollator oder gar mit Rollstuhl. Und das Personal des Hauses machte mit und sang und tanzte und motivierte die Leute dazu, einfach mitzumachen.

Diese gute Stimmung lässt sich besonders dann erzielen, wenn es sich um Melodien handelt, die das Publikum dereinst in der Schule erlernt hatte oder in der Jugend als Schlager hörte. So war die Nachmittagsgesellschaft zu einem Teil in Zeiten der eigene „Teenager- oder Twenkultur“ gerutscht. Die Musikformation hatte es geschafft, dass die ganze Gesellschaft im Raum nicht nur zuhörte, sondern zunehmend aktiv wurde. Selbst ältere Personen aus anderen Kulturkreisen machten mit, kannten wohl die Melodien aus ihrer Jugendzeit. Nach jedem Lied meldeten sich im Publikum vermehrt Liedtexterinnungen. Viele sangen mit beim Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“, dem der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel in den 70er Jahren zu besonderer Popularität verhalf. Oder auch den Schlager “Marina”, der 1959 von Rocco Granata herausgebracht und zum Schlager wurde, lud zum begeistern Mitmachen ein.

Hinter der Präsentation verbirgt sich das Musikprojekt „Aufhorchen“, das speziell für ältere Menschen mit und ohne Demenz entwickelt wurde. Wie der Musiker und Komponist Peter Eichstädt beschreibt, seien für dieses Projekt bekannte Lieder speziell für ältere Menschen aufbereitet worden. Was sie als Generation miteinander verbindet, sind Melodien, die sie in Kindheit und Jugend gehört und erlernt hatten. Neu sei, dass man für ältere Leute und auch Menschen mit Demenz sowohl kognitive als auch physiologische Gegebenheiten besonders berücksichtige. Lieder und Schlager aus deren Jugend würden umgewandelt. Die Musikstücke seien langsamer und in angepassten Tonarten sowie in einer Mitsingversion gestaltet, die den Älteren das Mitmachen erleichterten. Die Auswahl der Titel, Tonarten und Tempi erfolge aus langjähriger Erfahrung aus der Musiktherapie. Doch bevor man überhaupt einem Publikum Musik präsentiere, müsse dafür auch eine gute Atmosphäre hergestellt sein. Sie hilft den Teilnehmenden, sich für Klänge und Melodien zu öffnen. Pflege- und Betreuungspersonal, das sich hier engagiert, habe sich auch darauf einzustimmen, mit Zuwendung und Freude die Musikstücke auszuwählen und sie zu Gehör zu bringen. Man habe schon verblüffende Erfahrungen gemacht, mit Musik auch sehr zurück gezogene Menschen in die Gemeinschaft einzubinden.

 

Text: Beate Glinski-Krause M. A.

 
 
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